Seit September 2018 schreiben Samer Tannous und ich unter dem Titel "Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)" wöchentliche Kolumnen für SPIEGEL+.

Darüber hinaus führen wir seit vielen Jahren Workshops im Bereich der Migrationsarbeit durch, die Sie individuell bei mir buchen können.

Die hohe Zahl von Zuwanderern, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben Unternehmen, Kommunen, Verbände, Kirchen und Vereine vor neue Herausforderungen gestellt. Die gesellschaftliche Integration der Zuwanderer ist eine Aufgabe, welche Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nur gemeinsam bewältigen können. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, Kenntnisse über das Asylrecht, Zuständigkeiten und Leistungen zu haben und die kulturellen Hintergründe der neu zugewanderten Menschen zu kennen. Für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer ist es sinnvoll, sich über die eigene Rolle in dieser anspruchsvollen Arbeit bewusst zu sein und sich vor einer zu starken Vereinnahmung zu schützen.

 

Der Workshop "Kulturelle Unterschiede" richtet sich an Kommunen, Betriebe und Vereine. Er legt einen Schwerpunkt auf kulturelle Unterschiede zwischen dem arabischen / persischen Sprachraum und Deutschland und wird gemeinsam mit meinem Co-Referenten Samer Tannous durchgeführt. Der Workshop hat zum Ziel, die Teilnehmer besser zu befähigen, Zuwanderer bei der Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen. Es werden Grundlagen zu diversity management vorge­stellt und Praxisbeispiele aus unter­schiedlicher Perspektive bearbeitet.

Zugrunde liegende Mecha­nismen, Erwar­tungshal­tun­gen und Prägungen werden beleuch­tet und Modelle zu ver­schiedenen Kultur­dimen­sionen vorgestellt, die für den arabischen, persischen und deutschen Sprach­raum typisch sind. Gegensätze wie z.B. Kollektivistisch vs. Individua­listisch, monochron vs. Polychron sowie low-context vs. high context werden kritisch gewürdigt und auf die Übertragbar­keit geprüft. Abschließend werden Möglichkeiten erarbeitet, Miss­verständnisse zu vermeiden sowie Sicherheit und Klarheit im Umgang mit kulturellen Unterschieden zu gewinnen.

Der Workshop wird sowohl für deutsche Teilnehmer als auch für Zuwanderer (in den Sprachen Arabisch und Französisch) angeboten.

 

 

Der Workshop Flüchtlingsarbeit vermittelt ein grundlegendes Verständnis über rechtliche Rahmenbedingungen von Geflüchteten in Deutschland, über Zuständigkeiten und Leistungen und verdeutlicht den Ablauf des Asylverfahrens in Theorie und Praxis einschließlich aktueller Gesetzesänderungen. Anhand von Beispielen werden die Situation sowie die Perspektiven von Flüchtlingen aus verschiedenen Herkunftsländern aufgezeigt. Wichtige kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturkreisen werden erläutert. Es werden einfache Hilfestellungen gegeben für den Umgang mit Menschen, die an posttraumatischen Störungen leiden. Zielgruppe des Workshops sind in erster Linie freiwillig oder ehrenamtlich tätige Personen in der Flüchtlingsarbeit.

 

 

Der Workshop Ehrenamtliche Migrationsarbeit richtet sich an Freiwillige und Ehrenamtliche, die bereits Erfahrungen in der Migrationssarbeit gesammelt haben und dabei an ihre Grenzen gestoßen sind. Schwerpunkte sind Fragen der persönlichen Abgrenzung sowie die "Psychologie des Helfens". Der Workshop sensibilisiert für die Rolle des Ehrenamtlers im Spannungsfeld zwischen den Anliegen des Zuwanderers, eigenen Bedürfnissen und den Interessen der zuständigen Behörden.  Lösungsmöglichkeiten für Konflikte zwischen Ehrenamt, Behörde und Flüchtlingen werden anhand von Kommunikations- und Konfliktmodellen herausgearbeitet. Im Rahmen kollegialer Fallarbeit können spezifische Fragestellungen von Teilnehmern aus der Praxis behandelt werden.

Der Umfang eines Workshops beträgt 7 Zeitstunden.

 

Referenzen:

Universtität Heidelberg, Postgraduiertenakademie, Ansprechpartnerin: Frau Schröder

Landkreis Donnersbergkreis, Ansprechpartnerin: Frau Henning

Stadt Neunkirchen, Saarland, Ansprechpartnerin: Frau Olejnik

Niedersächsisches Studieninstitut (NSI), Ansprechpartnerin: Frau Behrens

Stadt Emsdetten, Ansprechpartnerin: Frau Kohl

Gemeinde Barsbüttel, Ansprechpartnerin: Nicole Korzeniec

Samtgemeinde Baddeckenstedt, Ansprechpartnerin: Frau Simons

Stadt Vechta, Ansprechpartnerin: Frau Pölking, Frau Aschern

Landesjugendring Niedersachsen e.V., Ansprechpartnerin: Frau Joosten

Ehrenamtsagentur Cloppenburg, Ansprechpartnerin: Frau Moormann

Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, Ansprechpartner: Herr Kammann

Samtgemeinde Ilmenau, Ansprechpartnerin: Frau Buntrock

Gemeinde Weyhe, Ansprechpartnerin: Frau Friedmann

Gemeinde Lemwerder, Ansprechpartnerin: Frau Feriani

Stadt Delmenhorst, Ansprechpartner: Herr Lauts

Landkreis Diepholz, Ansprechpartnerin: Frau Runge

 

https://www.donnersberg.de/donnersbergkreis/Aktuelles/Aktuelles%20aus%20dem%20Kreishaus/2019/November/Erfolgreicher%20Workshop%20%22Kulturelle%20Unterschiede%22/

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/lesung-der-spiegel-autoren-samer-tannous-und-gerd-hachmoeller-im-quartierstreff-neunkirchen_aid-46782819

http://www.salzgitter-zeitung.de/lokales/Salzgitter/umland/fluechtlingshelfer-brauchen-auch-mal-distanz-id2105601.html

http://www.nwzonline.de/vechta/basiswissen-fuer-ehrenamtliche-begleitung_a_6,0,1422492311.html

http://www.ehrenamtsagentur.de/presse.php?show=538

https://wirin.de/lokal-nachrichten/18-emsdetten/16738-wir-sind-alle-gleich

 

Samer Tannous, Co-Referent

 

Bis Dezember 2015: Dozent an den Universitäten Hama und Damaskus, Dozent an Privatschulen, Übersetzer

 

2016 bis heute: Französischlehrer in Scheeßel und Rotenburg (Wümme), Dozent, Kolummnist im SPIEGEL+